Ich bleibe politisch, aber partei-politisch bin ich verloren

In 14 Jahren war ich in drei Parteien, mit langen Pausen dazwischen.

Es ist zum heulen.

Freund*innen vor mir sagen, dass mein Anspruch an politischen Parteien viel zu hoch sei. Vielleicht, ich mag mich irren, liegt das an über zwanzig Jahren Einkommensarmut und den Stress, den ich mit Ämtern hatte.

Wer will eigentlich was?

Ich war im linken, grünen und progressiven Getümmel unterwegs. Junge Menschen in drei Parteien wollten es anders machen als die Alten, die jungen Piraten, die grüne Jugend und die Linksjugend.

Es gibt sehr verschiedene Menschen, die Politik und die Gesellschaft als System lernt jedoch praktisch kaum; einige Menschen wissen aber, wie das Spiel der Macht gespielt wird.

Wie Menschen so sind, wiederholt sich sehr, sehr vieles in der Geschichte, auch bei der Macht.

Check und Balance funktionieren selten, wenn es sie überhaupt gibt. In den Parteien immer das gleiche Muster der fleißigen Bienen und Ameisen, gewählt werden die immer gleiche Karrieristen und Narzissten. Je älter und erfahrener ich werde, desto schneller erkenne ich die jeweiligen Figuren auf dem Spielraster der Macht.

Die in Machtpositionen strebenden Figuren haben nicht selten ihr persönliches Ding, was sie antreibt. Bestimmte Schlagwörter bestimmter Parteien werden bedient, dienen aber hauptsächlich als Vehikel, um die Politlaufbahn zu überstehen. Politik für viele oder alle Menschen? Träum weiter. Das eigene Ding ist die Motivation.

Andere haben ein Problem und verdienen Geld mit diesem Problem mit Büchern, Vorträgen und so weiter. Wenn du eine Lösung bietest, bist du das Problem. Mit Lösungen wird kein Geld verdient, mit Problemen wird der große Reibach gemacht.

Es anders machen, als die Alten?

Nun, ja, was habe ich als Jugendlicher und junger Erwachsener viel geraucht, gesoffen und gekifft? Wie es viele Leute schon vor mir gemacht haben und nach mir auch.

Zur dieser Zeit habe ich relativ schlechte Entscheidungen getroffen, die sich auf den Lebenslauf ausgewirkt haben mit Konsequenzen bis heute.

Als Psychiatrie Opa sehe ich den völlig unkritischen Umgang mit Alkohol, Drogen und Zigaretten bei jungen Menschen sehr schwarz.

Zu Alkohol und Drogen habe ich eine harte Meinung und mich oft geäußert. Nikotin nehme ich neuerdings mit dazu, weil es auch Dopamin kickt und daher erheblich bei ADHS zum Mangel und zur Depression beiträgt.

Zu Social Media habe ich mich auch genug geäußert.

Unter diesen Vorzeichen kann die politische Arbeit der jungen Leute nicht gut verlaufen; sie werden politisch und persönlich erst einmal scheitern.

Dann kommt die Trennung:

Sind das so gegebene Aussiebverfahren? Mit der wiederkehrenden Militarisierung kommt ein altes Aussiebverfahren wieder zurück.

Warum auch immer können Menschen nur wenige Varianten von Politik und Macht.

Es gibt auch gute Ausnahmen von Menschen, immer wieder.

Wir haben kein dauerhaftes Konzept, relativ gute Entscheidungen und damit gute Menschen zu priorisieren, die Freiheit der Fehlbesetzungen und Fehlentscheidungen bleibt hoch, sehr dauerhaft.

Wir sind dauerhaft politisch verloren, wie zu allen Zeiten der Zivilisation.

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