Bruch mit einem Dogma - Medikation selber regulieren

Mache das nicht nach, wenn du psychisch erkrankt bist und immer noch Drogen nimmst oder Alkohol trinkst usw. oder das noch in den letzten Jahren konsumiert hast.

"Herr Schmidt, denken Sie daran, wenn es Ihnen gut geht, das ist wegen den Medikamenten.", sagte vor 25 Jahren mein Psychiater. Soweit, so richtig.

Es war aber auch klar, dass mit starken Nebenwirkungen zu rechnen ist und im Alter sich das eine oder andere bemerkbar macht.

Seit etwa zweieinhalb Jahren kann mein Körper nur noch schlecht die Körpertemperatur regeln. Seit einigen Jahren habe ich fast jeden Tag leichte Kopfschmerzen, ab und zu, jedoch immer häufiger, habe ich auch Migräne.

Vor Jahren wurde nach etwa 20 Jahren schon die Medikation reduziert. Auch mit der Begründung eines brummenden Kopfes.

Der Zeitraum der totalen Entgiftung wird immer länger, daher wird möglicherweise der Körper immer sensibler auf Substanzen, die auf das Nervensystem wirken.

Meine medizinische Versorgung betrachte ich als schlecht. Wenig Zeit und alles wird abgewiegelt. Ich bin ziemlich gut dran, dehalb wird von Ärzten keine Zeit genommen. Die Ernährungsumstellung vor acht Jahren war richtig, die hatte das Blut sehr verbessert. In der Ambulanz in der Psychiatrie haben sie viel um die Ohren mit Leuten, wo es nicht so läuft. Auch dort alles kurz angebunden.

Die Psychiater*innen haben zu viel zu tun. Um schlimmstes zu vermeiden, werden Medikationen höher dosiert. Zeit, ob weniger geht, ist nicht vorhanden.

Nach 26 Jahren breche ich mit meinem Dogma, ohne wenn und aber das vorgesetzte von den Ärzten weiter so einfach zu machen. Expertiese nutzen, eigene Expertiese aufbauen. Wie mit der IT Sicherheit, eigenständig werden.

Die Abend Medikation vom Ziprasidon macht keinen Sinn mehr. Ziprasidon soll laut Aussage für einen unruhigen Schlaf sorgen und am Morgen eigentlich besser eingesetzt werden. Damit ich schlafen konnte, wurde am Abend das mächtige Quetiapin eingesetzt. Ich dachte vor zwanzig Jahren, dass mit dem Schlaf muss sein. Die Frage, wie ich schlafe, hatte ich mir nicht gestellt. Nach Aussagen habe ich also durchgeschlafen, aber wahrscheinlich unruhig und damit nicht erholsam.

Transparenz schaffen, mitteilen, was ich mache. Im Kontakt mit Freunden sein, die mich kennen und auf Änderungen in der Kommunikation achten können.

Mein Plan ist, das Ziprasidon nur noch am Morgen zu nehmen und das Quetiapin am Abend.

Ich bin die letzten zwei Abende auch alleine mit dem Quetiapin in den Schlaf gelangt.

Die Menge des Ziprasidon am Morgen werde ich abwägen, wie ich durch den Tag gelange. Ob ich Richtung Abend aufgedrehter bin oder nicht.

Gesten war der Tag ruhig, ich musste mich nicht aufregen. Jetzt am Vormittag bin ich ruhig bei der Sache. Kopfschmerzen habe ich gerade nicht. Gestern kamen gegen 20 Uhr nochmal Kopfschmerzen, aber ich ging früher schlafen. Den Tag davor hatte ich Migräne.

Was ich denke, was ich beobachte.

Vor 25 Jahren stand schon auf dem Beipackzettel eines Antipsychotikums, dass Halluzinationen als Nebenwirkung auftreten können.

Auch die Depression wurde als Nebenwirkung in Kauf genommen.

In der Institutzabulanz hängt schon ewig ein Schild mit dem Spruch sinngemäß: Theorie ist wenn alle wissen, wie es geht, aber nicht funktioniert. Und Praxis ist, wenn keiner weiß warum, aber es geht.

Ich habe in den letzten Jahren einige Menschen mit ADHS kennengelernt. Die ketzerische Frage bei antipsychotisch wirkenden Medikamenten, die Dopamin blocken, lautet, kann zu viel davon gewisse ADHS Symtomatik auslösen?

Demnach kann mein überdreht sein am Abend auch von zu viel Psychopharmaka herkommen.

Um langfristig stabil zu bleiben, hat laut Forschung eine miminale Medikation gute Ergebnisse geliefert. Daher werden Medikamente immer notwendig sein. Über die Dosierung lässt sich streiten, wobei ja klar ist: Hier gilt, was funktioniert.

Das gilt jetzt die nächste Zeit zu beobachten: Bin ich ruhiger oder aufgedrehter, was ist mit den Kopfschmerzen, wie schlafe ich?

Auch mein Koffein Konsum muss zwingend auf den Prüfstand.

Was als Dogma bleibt: Keine Drogen, kein Alkohol, keine Zigaretten.

Ich werde hier im Blog dazu ergänzend schreiben, wie das Projekt läuft.